LARP (Live-Rollenspiel)

Dolch

Dolch Der Dolch ist eine vermeintlich schwache Waffe, doch seine geringe Größe macht ihn schnell, leicht und unbehindernd zu verstauen und gut zu verstecken.
Selten wird man einen sehen, der mit dem Dolch einen Zweikampf bestreitet, es sei denn gegen einen anderen Dolchkämpfer, denn mit einem Dolch kann man nicht parieren und der Kämpfer muss dies mit Schnelligkeit im Ausweichen und Angreifen ausgleichen oder mit einem Schild.
So kommt es häufig, dass Dolch und Hinterhalt eine enge Verbindung eingehen.

Dolcharten beim Live-Rollenspiel

Grundsätzlich könnt ihr im LARP zwischen drei verschiedenen Varianten von Dolchen wählen, die sich nicht unbedingt ihn ihrem Äußeren, wohl aber in ihrem inneren Aufbau und der Herstellung unterscheiden:

Als erstes wäre hier der Dolch mit Kernstab zu nennen. Da sich dieser außer in der Länge nicht vom Schwert unterscheidet, will ich hier nicht näher darauf eingehen. Mit einem solchen Dolch ist es sehr eingeschränkt möglich zu parieren.
Daraus ergibt sich natürlich, dass für ihn die gleichen Sicherheitsregeln wie für ein Schwert gelten und er keinesfalls zum Meucheln, Stechen oder Werfen verwendet werden darf.

Da sich ein kernloser Dolch und der Wurfdolch nur geringfügig voneinander unterscheiden, will ich die Herstellung beider auf einmal erläutern und an geeigneter Stelle auf die Unterschiede eingehen. Auch sei vorweg gesagt, dass dies nur ein Vorschlag ist, wie solche Waffen herzustellen sind und es mindestens genauso viele verschiedenen Anleitungen wie "Waffenschmiede" gibt.
Ich selbst habe und werde nur relativ selten Waffen herstellen und betrachte folgende Herstellungsweise als die für mich einfachste und praktikabelste; besonders, da ich weder einen Garten noch einen geeigneten Werkplatz mein Eigen nennen kann.
Jemand, der häufig und viele Waffen baut, wird wahrscheinlich an der ein oder anderen Stelle einen anderen Weg gehen.

Aussehen und Entwurf

Wie bei allen selbst hergestellten Dingen solltet ihr euch auch bei einem Dolch zunächst überlegen, wie dieser aussehen soll.
Besonders bei einem Wurfdolch habt ihr mannigfaltige Möglichkeiten schon alleinig in der Grundform: neben dem Dolch gibt es noch den Wurfstern bzw. die Wurfscheibe in diversen Formen.
Aber auch ein Dolch kann durchaus einmal zweischneidig sein, gekrümmt oder bezüglich des Griffs eher einem Schlagring entsprechen mit der Schneide als Fortsetzung eurer Knöchel.
Anregungen findet ihr auf Internetseiten diverser Händler, die die relativ bekannten Künstlerdolche führen, auf Film und Filmfanseiten, auf Seiten bekannter und unbekannter Fantasykünstler, auf Seiten verschiedener Rollenspielsysteme und natürlich auf diversen anderen Larpseiten.
Vorweg beachten müsst ihr allerdings unbedingt nicht zu dünne Stellen in eure Klinge einzubauen, damit der Dolch auch genügend Stabilität hat bzw. ein genügend breites Stück Leder eingebaut werden kann. Möglicherweise wird eure Vorstellungskraft durch ein paar kleine Skizzen unterstützt.

Schnittmuster und Materialien

Nun ist es an der Zeit eure Vorstellung im Größenverhältnis 1:1 auf Papier oder Pappe zu bannen. Wollt ihr den Griff ganz umgreifen können, ermittelt ihr die Grifflänge am Besten mit Hilfe eines Lineals, das ihr umgreift und dann die Länge einfach ablest. Nehmt hier lieber etwas weniger als zu viel Länge.

Das Grundmaterial des Dolches ist Schaumstoff. Es gibt etliche Varianten, die sich in ihrer Schlaghärte und Qualität unterscheiden. Grundsätzlich lässt sich Waffenbauschaumstoff in die Kategorien "weich" und "hart" einteilen, die auch so bei vielen Larphändlern angeboten werden.
Dies ist der Ort, an dem ihr diesen Schaumstoff am einfachsten erwerben könnt, auch wenn sowohl die Qualität als auch die Auffassung von "weich" und "hart" variieren können.
Natürlich besteht ebenfalls die Möglichkeit direkt bei den Herstellern anzufragen, doch hier müsst ihr häufig große Mengen abnehmen und über ein gewisses Wissen über Kunst- und Schaumstoffe verfügen, damit ihr die gewünschte Sorte erhaltet.
Ob ihr harten, weichen oder beide Sorten Schaumstoff verwendet ist bei einem Dolch meiner Ansicht nach nicht wirklich von Belang.

Dolch Aufbau mit hartem und weichem Schaumstoff
zwei Lagen weicher Schaumstoff
Dolch Aufbau mit zwei Lagen weichem Schaumstoff
oberste und unterste Lage harter Schaumstoff, dazwischen weicher Schaumstoff

Der Dolch besteht aus zwei oder drei Schaumstoffschichten zwischen denen Lederstreifen eingeklebt werden.
Obig seht ihr eine meiner Ansicht nach sinnvolle Zusammenstellung aus zwei Lagen 10 cm hohem, weichem Schaumstoff bzw. zwei Lagen 5cm hohem, harten Schaumstoff und einer Lage 10 cm hohem, weichen Schaumstoff.
Ich habe mich für letzteres entschieden, da der harte Schaumstoff normalerweise besser zu schneiden ist und ich die Klinge dennoch weich haben wollte. Die dritte Schicht bedeutet nicht viel mehr Arbeitsaufwand und da ich meine Schwerter genauso aufbaue, wird der Schaumstoffverbrauch besser auf die verschiedenen Schaumstoffmatten aufgeteilt.

Schaumstoffzuschnitt

Dolch-Schablone Ihr übertragt nun eurer Vorlage je nachdem zwei oder dreimal auf den Schaumstoff.
Hierfür eignet sich bei weißem Schaumstoff ein Kugelschreiber, bei schwarzem Schaumstoff Edding oder auch Stifte, die in irgendeiner Form mit Flüssigfarbe funktionieren.
Danach schneidet ihr die Form mit einem scharfen Cutter aus. Es ist wichtig, dass die Klinge sehr scharf ist. Ihr solltet die Klinge wechseln, sobald der Schnitt nicht mehr glatt ist.
Da der Cutter auch für das Anschrägen der Klinge benötigt wird, empfehle ich einen Cutter mit auswechselbarer Klinge und mindestens fünf Ersatzklingen für einen kleinen Dolch bereitzuhalten; für einen größeren oder kompliziert geformten Dolch mehr.

Dolch ausschneiden Achtet auf eine geeignete Unterlage und auf einen möglichst senkrechten Schnitt. Ich solltet den Cutter senkrecht halten, wenn ihr schneidet, damit die untere Fläche der Schaumstoffform genau die gleichen Maße wie die Obere hat.
Hierfür blickt ihr wie auf dem Bild am Besten von hinten auf den Cutter. Ecken bzw. Katen solltet ihr nie versuchen ohne Absetzen zu schneiden. Sie werden sonst rund. Schneidet von beiden Seiten zur Ecke hin, hebt den Schaumstoff an und scheidet dann vorsichtig mit der ganzen Klingenbreite auf die Ecke zu, wobei ihr auch hier darauf achten solltet den Cutter senkrecht zu halten.

Ihr habt nun zwei oder drei Lagen Schaumstoff.

Dolch-Aufbau mit zwei Schaumstoff-Schichten Dolch-Aufbau mit drei Schaumstoff-Schichten

Kleben des Waffen-Rohlings

Die erste Abbildung deutete schon an, dass zwischen diese Schichten ein bzw. zwei Lederstreifen geklebt werden.
Diese sind bei einem Wurfdolch nicht unbedingt erforderlich. Sie dienen einfach nur der Stabilität, denn ein Klingebruch dürfte eine sehr ärgerliche Sache sein.
Die Lederstreifen sollten allerdings nicht zu breit sein, damit sie beim Anschrägen der Klinge nicht zum Vorschein kommen. Je nach Klingenform und Winkel der Schräge müsst ich euch also überlegen, wo diese die Grenze zwischen den Schaumstoffschichten trifft.
Umso stärker die Schräge bzw. umso kleiner der Winkel zur Waagrechten, umso mehr Abstand muss die Lederverstärkung zum Rand haben. Lasst dann noch etwas mehr Abstand zum Rand, damit das Leder später beim Anschrägen sicher nicht mehr zwischen den Schaumstoffschichten zum Vorschein kommt.

Wurfdolch-Gewicht einkleben Mein Wurfdolch ist ohne Lederstreifen konstruiert, jedoch klebte ich Gewichte in Form von Unterlegscheiben für Schrauben ein. Lederstreifen hätten aber sicher nicht geschadet.
Durch das höhere Gewicht an der Dolchspitze werden die Flugeigenschaften verbessert.
Bei Wurfsternen bzw. Wurfscheiben dagegen werden diese symmetrisch eingeklebt. Auch kurze Bleibandstreifen kann man einkleben.
Zuviel Gewicht erhöht natürlich das Verletzungsrisiko. Deshalb ist hier weniger häufig mehr.
In meinem Wurfdolch sind zwei Unterlegscheiben, vier wären aber wohl vorteilhafter gewesen.

Dolch mit Patex kleben Ihr müsst nun die Schichten ob mit oder ohne Leder bzw. Gewichte miteinander verkleben.
Als Kleber erwerbt Patex Kraftkleber. Nur dieser vereint die nötige Klebewirkung mit ausreichender und dauerhafter Elastizität. Patex transparent, Patex tropffest und andere Sorten sind nicht geeignet. Der Verbrauch ist relativ hoch und so spart ihr mit einer Dose aus dem Baumarkt im Gegensatz zu der Tube beträchtlich an Münzen. Außerdem erhaltet ihr mit einer Dose meist kostenlos praktische Plastikstäbchen zum gleichmäßigen Auftragen. Es gibt sie in verschiedenen Größen.
Arbeitet von nun an draußen oder in einem gut durchlüfteten Raum. Wie auf der Dose angegeben streicht ihr beide zu klebende Flächen dünn, aber überall sorgfältig, mit Patex ein.
Wartet einige Minuten bis sich der Patex wirklich trocken anfühlt und presst dann beide Teile nun aufeinander. Ist die dünne Patexschicht auf beiden Klebeflächen trocken, haften die Teile sofort aneinander und lassen sich nicht mehr verschieben.
Dies und eine möglichst hohe Andrückkraft ist allerdings grundlegend für eine optimale Verbindung. Auch wenn der Anfangsdruck je nach Trocknungsgrad ausschlaggebender ist, könnt ihr danach noch einige Male mit einem Nudelholz darüber rollen oder den Dolch sogleich unter ein mit Gewichten beschwertes Brett legen.

Dolch Schaumstoffschichten Nun wartet mindestens bis zum nächsten Sonnenaufgang, damit der Patex gänzlich ausdunsten kann. Umso länger ihr wartet umso besser.
Sieben Sonnenläufe und mehr sind optimal, damit keine Lösungsmittel mehr vorhanden sind, die mit dem späteren Latexüberzug wechselwirken können.
Danach sollten alle Schaumstoffschichten gut miteinander verbunden sein, kein Leder herausschauen und die Gewichte gut im Inneren festsitzen.

Zurechtschneiden der Form

Dolch mit Schnittlinien-Anzeichnung Als nächstes gilt es dem Dolch seine Schärfe zu geben. Hierfür zeichnet ihr zunächst alle Linien auf der Ober- und Unterseite an, an denen ihr den Dolch anschrägen wollt.
Eine Larpwaffe darf keine wirklich spitze Schneide haben. Zeichnet euch deshalb auch an den Seiten die Scheidlinien vor. Zeichnet aber zwei Linien; eine für die obere Schräge und eine für die untere und lasst dabei ungefähr 7 cm Zwischenraum.
Damit könnt ihr die Schneide später nämlich gut abrunden ohne viel abschmirgeln zu müssen.
Nur durch eine gut abgerundeten Schneide ist gewährleistet, dass auch ein an die Kehle gehaltenes Messer bei unglücklichen und unverhofften Bewegungen des Opfers keine realen Verletzungen verursacht.

Dolch-Klinge abschrägen

Jetzt folgt der schwierigste Schritt, das Abschrägen der Klinge. Arbeitet dabei konzentriert, ohne Hast und aufmerksam.
Setzt den Cutter mit einem neuen Klingeneinsatz an einer Stelle eurer Dolchschneide an, nicht aber an der Spitze des Dolches, und schneidet voran, bis der Cutter genau auf euren vorgezeichneten Linien schneidet.
Die beste Technik für einen sauberen und geraden Schnitt ist für mich den Cutter möglichst wenig abzusetzen und nur beim Herunterziehen zu schneiden. Optimal wäre ein Schnitt mit einem Zug.
Häufig muss man den Cutter aber doch hochschieben. Dabei versuche ich nicht zu schneiden und die Cutterklinge beim Hochschieben möglichst nicht in ihrer Position zu verändern. Beim Herunterziehen drücke ich die Cutterklinge dafür umso mehr vorwärts und versuche ein möglichst langes Stück mit einem Zug abzuschrägen.
Schneidet ihr den Schaumstoff dagegen wie ein Brot mit vielen Auf- und Abbewegungen, so wird die Dolchschneidfläche nicht glatt, sondern uneben und wellig. Dies lässt sich auch durch späteres Abschleifen nicht mehr ausgleichen.
Dolch Rohling An der Dolchspitze versucht den bisherigen Winkel zwischen Cutterklinge und Dolch beizubehalten und getraut euch hier zugunsten des Winkels über die Mittellinie zu schneiden. Ist die gegenseitige Abschrägung auch getan und habt ihr auch dort den Winkel beibehalten, werdet ihr sehen, wie die Mittellinie wieder gerade zur Spitze verläuft.
Tauscht die Cutterklinge aus, sobald ihr merkt, dass der Schnitt nicht mehr glatt ist oder besser bereits vorsorglich. Eine Cutterklinge wird nach wenigen Schnitten bereits zu stumpf für Schaumstoff; bei weichem Schaumstoff noch schneller als bei härterem. Plant diesen Klingenverbrauch bereits im Vorfeld ein.

Dolch mit abgerundeten Kanten Ist die Klinge abgeschrägt, gilt es die Schneiden abzurunden. Nehmt Schleifpapier einer mittleren Körnung (in etwa 80). Mit einer zu weichen Körnung würdet ihr nichts wegschleifen können, eine zu harte würde den Schaumstoff völlig aufreißen.
Es besteht aber immer die Gefahr, besonders bei weichem Schaumstoff, diesen zu sehr aufzurauhen. Versucht deshalb mit so wenig Kraft wie möglich zu schmirgeln und nur dort, wo es wirklich nötig ist.
Möglicherweise haftet die folgende Latexschicht besser, wenn ihr die gesamte Waffe anraut. Meine Erfahrungen mit Latex und auch mit PU waren aber, dass sie auch ohne Anrauen sehr gut haftet und die Optik durch Anrauen dahingehend verändert wird, als das die Klinge sehr alt und sehr korrodiert wirkt.
Obwohl ich eher älter aussehende Klingen als hell funkelnde Elbenmesser bevorzuge, war mir dies doch um einiges zu viel. Bei einer dickeren Latexschicht tritt dieser Effekt weniger zu Tage.
Alternativ könnt ihr die Klinge vorher zusätzlich oder alleinig mit einer geeigneten, kleinen Nagelschere bearbeiten, indem ihr versucht die Kanten der Länge nach wegzuschneiden.
Das Ergebnis eurer Arbeit sollte also eine runde Kante sein, die nur wenig aufgerissen ist. Die Spitze des Dolches solltet ihr am einfachsten mit einer kleinen Schere abrunden.

Latexbemalung des Larp-Dolches

Dolch mit Latex-Bemalung Üblicher Weise wird der Dolch nun mit Latexmilch angestrichen. Dadurch wird der Schaumstoff geschützt, wobei dessen Elastizität erhalten bleibt, und der Dolch bekommt seine realistische Optik.
Ein genaue Beschreibung zur Anwendung findet ihr auf meiner Seite unter Latex-Bemalung.
Meine Dolche habe ich allerdings mit einer bestimmten Sorte Polyurethan (PU) angestrichen, da dieses für mich damals leichter und billiger zu bekommen war. Bisher bin ich mit meinen über 5 Jahre alten Waffen in Bezug auf den PU Überzug recht zufrieden gewesen.
Im Gegensatz zu Latex ist dieses PU bei der Verarbeitung geruchsneutral. Obwohl die Dehnbarkeit und demnach die Elastizität auch der weichsten Sorte PU nach Herstellertabelle nicht die von Latex erreicht, fühlen sich meine PU-beschichteten Waffen bei etwa gleicher Gesamtbeschichtungsdicke nach längerer Zeit nach der Herstellung weicher an, als meine Latexwaffen (Dehnungsgrad Latex ~800, Dehnungsgrad verwendetes PU 700, es kann also 1cm auf 7 cm ohne Oberflächenriss gedehnt werden). Dieser Eindruck ist aber rein subjektiv.
Des Weiteren ist PU durchschnittlich etwas flüssiger als Latexmilch, je nach Art des PUs und der Latexlösung, so dass Kanten und Spitzen von Larpwaffen nach dem Anstrich weniger rund und klobig wirken.
Ansonsten unterscheidet sich PU in der LARP-Praxis kaum von Latex. Es kann auch hier zu einer ähnlichen ungewollten chemischen Reaktion wie bei Latex kommen, in dem Fall also "PU-Krebs".
Ein weiteres Problem besteht in der Beschaffung. Bisher konnte ich selbst leider keinen weiteren Nachschub erwerben, da es momentan, so weit mir bekannt, nur von der Industrie in Großhandelsmengen erhältlich ist.

Dolch mit PU-Lasur Meinen Dolch habe ich zusätzlich mit einer stark verdünnten, schwarzen PU-Lösung eingestrichen, in etwa auf die gleiche Weise, wie dies bei einem Anstrich mit Latex auch möglich ist. Die Klinge hat nun ein realistischeres Aussehen.

Nach der letzten Latex- und Versiegelungsschicht muss euer Dolch mehrere Tage trocknen.
Hängt ihn dafür auf, damit der Latex nirgendwo kleben bleiben kann und hässliche Spuren eingedrückt werden.

Die Griffwicklung

Material zur Dolch-Griff-Wicklung Ist der Latex ausgehärtet könnt ihr den Griff des Dolches fertig stellen. Ob Stoff oder Leder, ob Einwickeln mit einem Streifen oder Vernähen eines zurechtgeschnittenen Vierecks, ob Verziehrungen mit Fell, Federn oder Lederbändern, hier gibt es wieder mannigfaltige Möglichkeiten.
Genauer eingehen werde ich hier auf das Einwickeln mit einem Lederband. Dafür benötigt ihr lediglich das Lederband, welches ihr möglicher Weise erst mit einen Cutter zurechtschneiden musstet, doppelseitige Klebeband, eine Schere und u.U. Patex.
Wickelt den Lederstreifen probeweise um den Griff, um dessen ungefähre Länge zu ermitteln. Scheidet ihn aber noch nicht ab. Dolch-Griff aus Leder Schneidet das doppelseitige Klebeband auf die erforderliche Breite und klebt dieses über die abgemessene Länge auf das Leder auf. Nehmt dafür ruhig mehrere Abschnitte des Klebebands.
Zieht nun die Schutzfolie des ersten Abschnitts ab und beginnt den Griff möglichst stramm einzuwickeln. Achtet darauf den Dolch nicht zu sehr um seine Achse zu verdrehen. Nach und nach entfernt ihr auch die restlichen Schutzfolien und wickelt den Griff schließlich fertig.
Das Ende des Lederbandes könnt ihr beispielsweise mit Patex fixieren oder eine kleine Lederschnur darum verknoten. Achtet beim Gebrauch von Patex aber darauf, nicht das Latex zu benetzen.

Larp-Waffen-Pflege

Larp-Dolch Nun ist euer Dolch fertig. Doch behandelt ihn gut, damit ihm ein langes Leben beschert ist.
Lasst einen Latexdolch nie ungeschützt in der Sonne liegen und vermeidet allzu große Nässe.
Vermeidet den Kontakt mit Ölen, Benzin- und Lösungsmitteldämpfen.
Auch dürft ihr nicht vergessen ihn vor dem Gebrauch mit Talkum oder Silikonspray zu behandeln.

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